ARBEITSGRUPPE BIM & LEAN

Anwendungsfälle im Zusammenspiel von BIM und Lean

Die Fachgruppe hat sich – in Zusammenarbeit mit buildingSMART Deutschland – vorgenommen, Anwendungsfälle für die gesamte Wertschöpfungskette Bau zu erarbeiten, die auf dem Zusammenspiel von BIM und Lean basieren.

2023
Gründung
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Mitglieder
Bild: Vollack Gruppe

Das GLCI hat zusammen mit buildingSMART Deutschland 2023 die Fachgruppe „BIM und Lean“ ins Leben gerufen.

Die Fachgruppe hat sich vorgenommen, Anwendungsfälle für die gesamte Wertschöpfungskette Bau zu erarbeiten, die auf dem Zusammenspiel von BIM und Lean basieren. Durch BIM und Lean können Prozesse beim Planen und Bauen optimiert und schlanker gemacht werden. Hintergrund ist, dass Bauprojekte häufig nicht effizient genug gestaltet werden. Diese Tatsache ergibt sich unter anderem aus der starken Fragmentierung von Planung und Ausführung sowie der oftmals strikten Trennung beider Bereiche.

Die neue Fachgruppe plant, offene Standards in der gemeinsamen Anwendung und Korrelation von BIM- und Lean-Anwendungsfällen in der Wertschöpfungskette Bau zu erarbeiten. Im ersten Schritt wird der Fokus auf die Baustelle gelegt. Hintergrund ist: Wo Verschwendung minimiert oder eliminiert wird, entsteht ein direkter Mehrwert. Mittlerweile haben viele Organisationen, Unternehmen und Führungskräfte erkannt, dass ein „Weiter so“ in immer komplexeren Bauprojekten, mit immer weniger Zeit, bei steigenden Kosten, einem hohen Qualitäts- und Innovationsanspruch der Bauherren sowie Ressourcenknappheit, Umwelterfordernissen, fehlenden Fachkräften und dem zunehmendem Wettbewerbsdruck nicht mehr möglich ist.

Häufig beklagt sich die Bauleitung über fehlende, verspätete oder fehlerhafte Vorleistungen der Planung. Die Planer wiederum beklagen sich über den kontinuierlichen Druck durch die Baustelle. Dadurch ist eine schlechte Zusammenarbeit und Atmosphäre in der Beziehung zwischen Planung und Ausführung vorprogrammiert. Ganz abgesehen von Lieferengpässen ist das Ergebnis aus der Sichtweise des Bauherren ernüchternd: unzureichende Termintreue und ein hohes Maß an Qualitätsdefiziten mit daraus resultierenden Kostenüberschreitungen sind alltäglich – sowohl in der Planung als auch in der Bauausführung.

Die Verknüpfung von BIM und Lean kann als Königsdisziplin betrachtet werden, in der eine besondere Chance für das Planen und Bauen der Zukunft liegt. Gerade im Bauwesen mit seinem Unikatdenken, demgemäß jedes Bauwerk ein (kreatives) Werk für sich darstellt, liegen enorme Potentiale in der Anwendung digitaler Werkzeuge. So liegen Chancen beispielsweise in der Stärkung der Kommunikationsstrukturen, einer besseren Abstimmung von Prozessabfolgen, der Verknüpfung digitaler Informationsnetze und Transparenz zwischen allen Baubeteiligten. Für diese Punkte setzt sich die neue Fachgruppe ein und richtet ihren Fokus zuerst auf die Entwicklung von Anwendungsfällen zur Prozessoptimierung auf der Baustelle.

Die Fachgruppe möchte an Anwendungsfällen zu BIM und Lean arbeiten und sich um Bedarfe der Standardisierung wie Prozesse, Objekte, Begriffe und Bedeutungen kümmern. So sollen künftig alle Nutzer und Prozessbeteiligten von den Ergebnissen der Fachgruppenarbeit profitieren.

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